Zweifel am Barfen?

Im rohen Fleisch wimmelt es doch vor lauter Krankheitserreger?!

Ich würde lügen, würde ich das dementieren. Natürlich finden sich im rohen Fleisch viele Keime, allerdings machen diese unseren tierischen Mitbewohner i.d.R. nichts aus. Auch wir Menschen brauchen uns bei einer gründlichen Küchenhygiene nicht fürchten.

Zudem gibt es unzählige Rückrufaktionen von Fertigfuttern oder anderen Tiernahrungsprodukten aufgrund einer zu hohen Keimbelastung. Dies beweist, dass Fertigfutter in keiner Weise sicherer sind als die biologisch artgerechte Rohfütterung (BARF).

Vermehrter Wurmbefall durch die Rohfütterung (BARF)?

Auch diese Sorge kann ich euch nehmen. Mittlerweile habe ich jahrelange Erfahrung in diesem Gebiet, tausche mich auch regelmäßig mit anderen darüber aus und kann dieses Gerücht mit gutem Gewissen dementieren.

Sorge über möglichen Nährstoffmangel?

Die biologisch artgerechte Rohfütterung (BARF) orientiert sich stark am Beutetier. Mutter Natur hat in freier Wildbahn dafür gesorgt, dass wildlebende Caniden mit sämtlichen Nährstoffen gut versorgt sind. Wenn dies in der freien Natur tadellos funktioniert, wieso dann nicht bei selbst zu bereiteten Rationen?!
Es gibt keine Nährstoffe, die jeden Tag gedeckt werden müssen. Die Ausgewogenheit muss nicht – wie von der Futtermittelindustrie oft propagiert- in jeder einzelnen Portion vorhanden sein. Sie ergibt sich durch eine abwechslungsreiche, gut durchdachte Fütterung. Auf der sicheren Seite seid ihr natürlich, wenn ihr Barfpläne von ausgebildeten Barfberatern erstellen lässt, aber auch mit Hilfe eines ausführlichen Selbststudiums sind die meisten Personen in der Lage eine ausgewogene Fütterung für ihren Liebling zu kreieren.

Barfen ist doch unglaublich teuer?

Dieses Gerücht hält sich hartnäckig. Natürlich kostet die biologisch artgerechte Rohfütterung (BARF) mehr als günstiges Fertigfutter vom Diskonter. Allerdings dürfen hier natürlich nicht Äpfel mit Birnen verglichen werden! Vergleiche mit qualitativ sehr hochwertigen Dosenfuttern zeigen, dass Barfen i.d.R. sogar günstiger ist.

Ferner gilt es zu bedenken, dass in den meisten Fertigfuttern viele billige, unverdauliche „Füllstoffe“ enthalten sind. Zudem besteht Feuchtfutter aus einem großen Teil aus Wasser,weshalb hier fast mehr für dieses bezahlt wird, als für die eigentlichen Nährstoffe.